Für Förderung und Erhaltung der Kultur

 

Für Förderung und Erhaltung der Kultur
„Kultur- und Festspielverein Bruck" offiziell gegründet /
Thomas Giptner 1. Vorsitzender

  

 

Rund 35 Interessierte fanden sich am Samstag auf Einladung von Hanisch im Foyer der Mehrzweckhalle ein, um sich das Vorhaben näher bringen zu lassen. Das Gemeindeoberhaupt erinnerte nach der Begrüßung daran, dass man sich bereits intensiv mit der Geschichte des Marktes beschäftigt habe und nannte als Beispiel die Aktivitäten des Heimat- und Bauernmuseums. Mit der Aufführung eines Festspiels könnte die Erinnerung an die Historie des Marktes verstärkt werden. Als „Glücksfall" nannte er die Tatsache, dass sich Hubert Süß in Zusammenarbeit mit Ortsheimatpfleger Dr. Alois Wittmann näher mit der Geschichte des Marktes beschäftigt und das Stück „Macht und Minne" verfasst hat. Zu den Rahmenbedingungen für die Umsetzung des Vorhabens stellt der Bürgermeister fest, dass nach der Sanierung des Marktplatzes dieser sich als Festspielgelände anbieten würde. Inzwischen habe der Markt auch den „Hallerstadel" erworben und er könne sich vorstellen, dass man auch dort „Kulturleben" hineinbringen kann.

Wie Hanisch weiter ausführte, habe man das Thema „Festspiel" in Bruck bereits auch im Marktrat diskutiert. Das Gremium sei dem positiv gegenüber gestanden und habe die Auffassung vertreten, das Vorhaben zu unterstützen. Nachdem seiner Meinung nach die Rahmenbedingungen recht gut abgesteckt sind, sei die Unterstützung des Marktes auf jeden Fall da. Notwendiges wie Lautsprecheranlage, Sonnensegel und Bühne könne man öfter brauchen oder seien multifunktionell einsetzbar. Der Markt erhalte dafür auch Zuschüsse in Höhe von 50 Prozent aus EU-Mitteln.

Autor Hubert Süß stellte anschließend seine Ideen und den Inhalt des Stücks kurz dar. Er stellte eingangs fest, dass der zu gründende Verein mehr als ein Träger des Festspiels sein soll. Er soll Bruck kulturell etwas vorwärts bringen und sich ein einen „Kulturbetrieb" verwandeln. Im Falle von Bruck sei von unschätzbarem Wert, dass die politischen Entscheidungsträger voll hinter der Sache stünden.

Dann ging er näher auf das Stück ein, ohne jedoch allzu viel zu verraten. Es spielt in der Zeit um 1345, als Bruck das Marktrecht verliehen wurde und wirtschaftliche Aufschwünge sich im Ort zeigten. Es geht um die Liebschaft zwischen einem Mann aus Bruck und einer Frau aus Nittenau, politische Intrigen, die Obrigkeit und den Umgang mit den Untertanen. Das Stück in fünf Akten ist mit 65 Rollen, darunter 15 „größeren" besetzt. Es wird rund zwei Stunden dauern. Unter anderem gehören Schwertkämpfe und Feuerzauber dazu.

Bezüglich des Zeitrahmens stellte der Sprecher fest, dass das Marktspiel voraussichtlich eine Woche vor dem Bürgerfest erstmals aufgeführt werden wird. Es gebe also viel zu tun. Er sei aber zuversichtlich, auch auf Grund des bestehenden Interesses, das Stück ohne größere Probleme auf den Weg bringen zu können. Voraussetzung dafür sei allerdings die Gründung eines Vereins und die Annahme der Vereinssatzung.

Dies nahm anschließend 1. Bürgermeister Joachim Hanisch in die Hand. Er stellte die vorbereitete Vereinssatzung vor und erläuterte diese. Demnach soll der Vereins den Namen „Kultur- und Festspielverein Bruck i.d.Opf." führen. Als Zweck ist die Förderung und Erhaltung von Kunst und Kultur, insbesondere das Aufführen von Theaterstücken und Bühnenwerken festgelegt. Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen und die Gemeinnützigkeit beantragt werden. Letztlich wurde die Satzung ohne Einwendungen einstimmig angenommen. Der Vereinsbeitrag beträgt für Erwachsene 20 und für Personen unter 18 Jahren zehn Euro. Als Familienbeitrag wurden 30 Euro jährlich festgelegt. Der Verein hat 24 Gründungsmitglieder. Zügig ging anschließend unter der Leitung von Hanisch, der der Vereinsführung gemäß Satzung angehört, die Wahl der Vorstandschaft für zwei Jahre über die Bühne. In seinem Schlusswort meinte der gewählte Vorsitzende Thomas Giptner, dass er dieses Amt nicht übernommen hätte, wenn ihm die Sache nicht am Herzen läge. Er bat für die kommenden Aufgaben um entsprechende Unterstützung.