Kein Anlass für die "Schandgeige"

 

 

Kein Anlass für die "Schandgeige"
Festspiel-Bier hat die Probe bestanden / Nur noch Restkarten für ?Macht und Minne?

 

 

 
 

 


 


Was einem Bierbrauer im Mittelalter passieren konnte, wenn das Bier nicht den Ansprüchen der trinkfesten Brucker entsprach, musste Markus Jacob am vergangenen Donnerstag erfahren. Der Kultur und Festspielverein hatte zur Bierprobe auf den Marktplatz geladen. Intendant Hubert Süß gab bei dieser Gelegenheit bekannt, dass auch für die Aufführung am Sonntag nur noch einige wenige Restkarten zur Verfügung stehen.

Bürgermeister Joachim Hanisch zapfte ganz routiniert das erste Fass Weißbier an. Der Braumeister der Brauerei Jacob aus Bodenwöhr, Holger Becker, und der Besitzer Markus Jacob teilten das kühle Nass an die Anwesenden aus. Da es sich um die Bierprobe zum Festspiel handelte und dieses ja bekanntlich im Mittelalter spielt, hatte Jacob keine Gläser, sondern Steinhumpen mitgebracht. Sehr süffig und geschmacklich einwandfrei sei er, wurde dem Gerstensaft bescheinigt.

Der Festspielvereins-Vorsitzender Thomas Giptner begrüßte die Gäste und die Mitglieder des Festspielvereins. „Macht und Minne steht kurz vor der Premiere und vieles wurde bisher schon dafür geleistet, da braucht es natürlich auch einen labenden Trunk dazu." Markus Jacob drohte er mit der Schandgeige, sollte das Bier nicht reichen oder nicht munden. Zur Probe bekam Jacob die Schandgeige schon mal kurz angepasst, damit er gleich sehen könne, was da auf ihn zukommen könnte. Gemeinsam wurde dann auf ein gutes Gelingen des ersten Brucker Festspieles angestoßen.