Positive Bilanz nach der Festspiel-Premiere in Bruck

 

 

Positive Bilanz nach der Festspiel-Premiere in Bruck
Regisseur Hubert Süß voll des Lobes für alle Beteiligten /
Bis zur Wiederaufführung historische Führungen geplant

 

 

 

 

 
 


Die Anfänge waren sehr schwierig, erinnerte er sich im Gespräch mit der Mittelbayerischen Zeitung. Zu allererst wurde der Kultur- und Festspielverein aus der Taufe gehoben, dann erst konnte man sich Gedanken über ein Festspiel machen. Süß hatte die Idee dazu und dann alles daran gesetzt, sie zu verwirklichen. Er schrieb ein Stück, das in der Zeit spielt, in der Bruck die Marktrechte bekam. Unterstützt wurde er bei seinen Recherchen vom Heimatpfleger der Marktgemeinde, Dr. Alois Wittmann. Dieser versorgte ihn mit allem nötigen Hintergrundwissen. Am 22. und 23. Juli folgten dann die ersten beiden Aufführungen.

„Das geht nur in Bruck"

Was aber ist seither von der Begeisterung geblieben? Hubert Süß bezeichnete das Festspiel als eine „sehr tolle Aufgabe", die ihn auch persönlich erfülle. „Aus nichts so was Tolles zu machen, das geht nur in Bruck", zollte er seinem engagierten Team Lob. Alle seine Erwartungen seien mehr als übertroffen worden. „Nur wenn alle an einem Strang ziehen, kann ein solches Projekt gleich zu Beginn so einschlagen wie eben in Bruck." Die Zusammenarbeit mit den Akteuren und dem Festspielverein bezeichnete er als sehr zufriedenstellend. „Die Leistungssteigerung einiger Schauspieler war einfach grandios! So mancher Darsteller wuchs über sich selbst hinaus." Was ihm sehr positiv aufgefallen ist, ist die Tatsche, dass auch die Brucker Bevölkerung voll und ganz hinter dem Festspiel steht. Das habe sich vor allem an den Besucherzahlen gezeigt. An den beiden Tagen haben 1200 Personen das Stück gesehen. „Es konnten", so Süß weiter, „leider nicht alle Kartenwünsche erfüllt werden. Das scheiterte daran, dass nur zwei Aufführungen stattfinden konnten." Im nächsten Jahr, versprach Süß, werde es auf jeden Fall an mehreren Abenden Aufführungen geben.

Natürlich gebe es auch Bereiche, in denen sich Nachbesserungen aufdrängten. Eine „größere Baustelle" sind für Süß die Sitzplätze. „Ich bin mit den Hauptverantwortlichen des Vereins einer Meinung, dass nächstes Jahr eine Tribüne her muss". Bei den beiden Aufführungen hatte aber niemand etwas dagegen, wenn man sich seinen Stuhl nahm und sich einen besseren Platz auf dem großen Brucker Marktplatz suchte. Änderungen soll es auch beim Ablauf, vor allem aber bei der räumlichen Aufteilung des mittelalterlichen Marktes geben. So soll von vornherein ein störender Geräuschpegel für die Festspiel-Besucher vermieden werden. Besser werden müsse auch die Probendisziplin der Darsteller. „Es kann nicht angehen, dass so mancher nur zu den Proben kommt, wenn es ihm gerade mal in den Kram passt", rügte Süß. Von solchen kleineren kritischen Anmerkungen abgesehen, sieht auch der Regisseur das Festspieldebüt als vollen Erfolg an. In diesem Zusammenhang ist es ihm auch sehr wichtig, einmal allen öffentlich für den Zusammenhalt und die Leistungsbereitschaft bei all den anfallenden Arbeiten, sei es dem Mauerbau, dem Errichten der Bühnen, Beschaffen von „Gerätschaften usw. zu danken. „Viele haben geschuftet ohne Ende", weiß Süß.

Historische Führungen

Der Kultur- und Festspielverein, dem Hubert Süß als Intendant und seine Frau Maria als Leiterin für Öffentlichkeitsarbeit angehören, hat aber noch viel mehr geplant. Zum ersten sei „nach dem Festspiel vor dem Festspiel", zum anderen wolle man auch noch vieles andere anbieten. So sind zusammen mit Dr. Wittmann historische Führungen in und rund um Bruck mit szenisch dargestellten geschichtlichen Stationen geplant. „Auch an dem Stück wird es die eine oder andere Veränderung geben, aber über weitere Pläne werden wir alle zusammen entscheiden", so Süß. Was ihn am allermeisten freute? „Natürlich die Reaktionen des Publikums und der Öffentlichkeit hinterher. Auf einer derart positiven Woge schon beim ersten Mal zu segeln, macht es leicht, auf Kurs zu bleiben." Für die Zukunft wünscht er sich, dass die Leute noch lange bei der Stange bleiben, um das Publikum weiterhin so professionell unterhalten zu können.