Heuer „Bussi Kathi" statt „Macht und Minne" in Bruck

 

 

Heuer „Bussi Kathi" statt „Macht und Minne" in Bruck
Der Kultur- und Festspielverein bringt die bayerische
Version eines Shakespeare-Stückes auf die Bühne.

 

 
 

 


In diesem Jahr wird es kein Festspiel „Macht und Minne" in Bruck geben. Die Ausgaben stünden in keiner Relation zu den Einnahmen, war sich die Vorstandschaft des Kultur- und Festspielvereins in ihrer jüngsten Sitzung einig.

Spielen will man aber dennoch, und so wurde Regisseurin Karin Michl beauftrag, sich nach einem anderen Stück umzusehen. Sie wurde fündig und die Vorstandschaft entschloss sich einstimmig dazu, das von ihr ausgewählte Werk in diesem Jahr auf die Bühne zu bringen. Es handelt sich um die bayerische Fassung des Stückes „Der Widerspenstigen Zähmung" von William Shakespeare. Das Stück trägt den Untertitel „Bussi Kathi".

Vergangen Dienstag haben die Proben begonnen. Ungewohnt für die Schauspieler ist der in oberbayerischer Mundart gehaltene Text. So manches Wort muss durch einen oberpfälzer Ausdruck ersetzt werden und dabei muss es sich aber auch noch reimen, ein nicht ganz leichtes Unterfangen, wie sich bereits beim ersten Lesen des Textes herausstellte.

Mittlerweile haben die Schauspieler aber ihre Hausaufgaben gemacht und ihre Texte überarbeitet. Fleißig wurde auch schon der Text gelernt, sodass der eine oder andere Darsteller viele Passagen schon auswendig kann. Bereits bei der ersten Probe konnte man erkennen, dass hier unter der Regie von Karin Michl etwas Außergewöhnliches entsteht, etwas, was so in Bruck noch nie gespielt wurde.

Auch der Aufführungsort hat sich geändert. Man hat sich dazu entschlossen, nicht mehr auf dem Marktplatz zu spielen, sondern auf dem Gelände des Freizeitzentrums, da man hier vom Wetter unabhängiger ist. Sollte, für die beiden Aufführungstage schlechtes Wetter angesagt sein, könne man kurzerhand in die Mehrzweckhalle ausweichen, sodass keine Veranstaltung mehr abgesagt werden muss.

Ein halbes Jahr, werden sich nun die Schauspielerinnen und Schauspieler zu den Proben treffen, bevor es dann heißt: „Vorhang auf! Lasset das Spiel beginnen." (tfe)