Landkreis zeigte sich von seinen besten Seiten

 

 

Landkreis zeigte sich von seinen besten Seiten
Zum 25-jährigen Bestehen des Freilandmuseums gestalten die Landkreise
einen Tag – am Sonntag war Schwandorf dran.

 



 

 


 

Landkreis . Am Sonntag hatte sich das Wetter wohl im Monat geirrt: Mitten im Juni herrschte eher Aprilwetter, doch die Besucher ließen sich nicht abschrecken und kamen zu hunderten nach Neusath-Perschen.

Land- und Bezirksrat Volker Liedtke eröffnete mit Unterstützung der Blaskapelle Stadlern die Geburtstagsfeier des Freilandmuseums. „Wir haben uns besonders angestrengt, da der Publikumsmagnet in unserem Landkreis zuhause ist!" Und das Programm konnte sich wirklich sehen lassen:

Kulturell sorgten die Festspielvereine für Abwechslung: Die Stadt Nabburg machte Werbung für ihren Venezianischen Kaufmann, Neunburgs Hussiten unterhielten mit mittelalterlichen Tänzen, Bodenwöhrs Festspiel Eisenzeit schickte Räuber Hotzenplotz und ein Sängerduo nach Neusath-Perschen. Die Schauspieler von „Robin Hood" aus Bruck boten darüber hinaus jedes Mal eine Kampfszene dar, wenn sich Besucher um ihr „Lager" am Kohlenmeiler geschart hatten. Als sie dann entdeckten, dass mit Jonas ein Geburtstagkind im Publikum war, durfte der Neunjährige sofort im Stockkampf gegen einen von Robin Hoods Männern antreten.

In der Rauberweihermühle hatte sich neben den Spielern vom Hussenkrieg auch die Verwaltungsgemeinschaft Wackersdorf einquartiert. Der Knappenverein präsentierte – aus Männermangel sogar mit weiblichen Tänzern – alte Bergmannstänze, wobei einige ältere Semester freudig mitsangen. Der Schnupferclub Schwarzenfeld war indessen mit Deutschlands größter und kleinster Schnupfmaschine angereist und zeigte den Neugierigsten an der eigenen Nase, wie sie funktionierte.

Künstlerisch ging es im Naabtaldorf zu, denn hier hatten sich Fensterbacher Künstler zusammengetan, um ihre Werke zu präsentieren. Direkt daneben begeisterte ein Feldschmied in der Klardorfer Schmiede die Passanten und ging bereitwillig auf Fragen ein. Vor allem die Jüngeren sahen gespannt zu, wie der Schmied ein ganz besonderes Schnitzmesser fertigte. Seinem Nachbarstand, der Brauerei Plank, hatte er zuvor bereits geholfen: Fast hätte das neue Konrad-Max-Kunz Weißbier nicht ausgeschenkt werden können, da der Flaschenöffner nirgends zu finden war. Kurzerhand schmiedet der nette Nachbar einen neuen Öffner für sie.